EWE erweitert Heizkraftwerk in der Clausewitzstraße

EWE erweitert Heizkraftwerk in der Clausewitzstraße: iNeG begleitet die Weiterentwicklung der Wärmeversorgung in Oldenburg

Neue Wärmepumpentechnik für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung

Im Oldenburger Stadtteil Ohmstede wird die Wärmeversorgung Schritt für Schritt klimafreundlicher. Das bestehende Heizkraftwerk in der Clausewitzstraße wird dafür um moderne Anlagentechnik erweitert. Ziel ist es, fossile Energieerzeuger langfristig zu ersetzen und den Anteil erneuerbarer Wärme im bestehenden Wärmenetz deutlich zu erhöhen.

Für den Umbau investiert EWE insgesamt ca. 2,5 Millionen Euro. Rund 40 Prozent der Kosten werden über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert.

Ein zentraler Baustein der Erweiterung ist eine 7,70 x 2,50 Meter große Luft-Wasser-Wärmepumpe, die künftig Umweltwärme für das Wärmenetz nutzbar macht. Ergänzt wird die Anlage durch ein Power-to-Heat-Modul (PTH). Beide Komponenten werden in die bestehende Wärmeversorgung integriert und ergänzen die vorhandenen drei Blockheizkraftwerke und drei Erdgaskessel.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe übernimmt insbesondere die Versorgung mit Warmwasser und unterstützt die Wärmeversorgung in den Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst. So kann die bestehende Energieinfrastruktur effizienter genutzt und der Einsatz fossiler Energieträger schrittweise reduziert werden.

Über das Wärmenetz werden insgesamt 156 Übergabestationen und die angeschlossenen Liegenschaften mit Wärme versorgt, darunter Ein- und Mehrfamilienhäuser, ein Seniorenheim sowie kleinere Gewerbebetriebe. Die Erweiterung des Heizkraftwerks stellt damit einen wichtigen Schritt für die zukünftige Wärmeversorgung des Quartiers dar.

Als Ingenieurbüro unterstützt die iNeG – IngenieurNetzwerk Energie eG das Projekt über verschiedene Phasen hinweg. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben die Leistungen von der Konzept- und Planungsphase bis hin zur Bauüberwachung übernommen. Dabei steht insbesondere die technische Integration der neuen Komponenten in die bestehende Wärmeversorgung im Mittelpunkt. Die Erweiterung zeigt, wie bestehende Wärmenetze durch gezielte technische Maßnahmen schrittweise für eine klimafreundlichere Energieversorgung weiterentwickelt werden können.

Zahlen, Daten & Fakten – Wärmegebiet Oldenburg-Ohmstede

Wärmenetz
Rund 4 km Länge mit 156 Anschlussnehmer: innen

Heizzentrale
Seit 1999 in Betrieb

Leistung der BHKWs im Bestand
Je nach Auslegung insgesamt rund 150 kW elektrische und 300 kW thermische Leistung

Künftiger Systemaufbau
Wärmepumpe, Wärmespeicher und Power-to-Heat-Modul werden mit den drei bestehenden Blockheizkraftwerken und drei Erdgaskessel kombiniert.

Neue Anlagentechnik
Großwärmepumpe mit 307 kW Leistung (bei 0 °C Außentemperatur, Vorlauftemperatur 65°C) und umweltfreundlichem Kältemittel (Propan) zur Nutzung von Umweltwärme

Anteil erneuerbarer Wärme
Der Anteil grüner Wärme im Wärmenetz Clausewitzstraße steigt von 0 auf knapp 50 Prozent.

Investition
Rund 2,5 Mio. Euro, davon etwa 950.000 Euro Förderung aus der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)

Ziel
Deutliche CO₂-Reduktion und perspektivisch eine 100-prozentige Versorgung mit erneuerbarer Wärme.

Die Gesamtinvestition für den Umbau der Wärmeversorgung beträgt rund 2,5 Millionen Euro – 40 Prozent davon werden über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) finanziert.