Öffentlichkeitsarbeit als Teil der Projektbegleitung – Beispiel Fernwärme Sulingen
Öffentlichkeitsarbeit als Teil der Projektbegleitung – Beispiel Fernwärme Sulingen
Bei Infrastruktur- und Energieprojekten entscheidet nicht allein die technische Planung über den Erfolg. Gerade bei der Entwicklung eines neuen Fernwärmenetzes ist es entscheidend, die Öffentlichkeit frühzeitig, transparent und verständlich zu informieren, Fragen aufzugreifen und die Menschen vor Ort in den Prozess einzubeziehen.
Das Fernwärmeprojekt in Sulingen zeigt, wie eine solche begleitende Öffentlichkeitsarbeit wirken kann. Von Beginn an war es ein wichtiger Bestandteil der Projektbegleitung, die Bürgerinnen und Bürger über die Idee, den Planungsstand, die technischen Zusammenhänge und die nächsten Schritte zu informieren. Die iNeG unterstützt das Projekt dabei unter anderem beim Aufbau und bei der inhaltlichen Weiterentwicklung der Projektwebsite, bei der Aufbereitung von Informationen für Präsentationen gegenüber Politik und Öffentlichkeit sowie bei Informationsmaterialien, Fachvorträgen, Plakat – und Baustellenkommunikation.
Ein wichtiger Baustein dieser kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit war die Bürgerinformationsveranstaltung am 22. September 2026 in der Alten Bürgermeisterei Sulingen. Das Interesse war groß: Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger kamen zur Veranstaltung – der Saal war bis auf den letzten Stuhl besetzt.
Im Mittelpunkt stand der Fachvortrag von Georg Schätzl, Projektleiter der IngenieurNetzwerk Energie eG. Er erläuterte die Hintergründe und den aktuellen Stand des Projekts, die geplante Wärmeversorgung sowie technische und wirtschaftliche Zusammenhänge.
Anschließend stellte sich das gesamte Projektteam den Fragen des Publikums. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig der Informationsbedarf rund um ein solches Vorhaben ist. Die Fragen reichten von Bauabschnitten und Zeitplänen über die zukünftige Nachhaltigkeit der Wärmeerzeugung bis hin zu technischen Details, individuellen Anschlussmöglichkeiten, der Wirtschaftlichkeit und der Preisstabilität des Projekts.
Die Diskussion verlief offen, sachlich und konstruktiv. Die Projektverantwortlichen konnten die unterschiedlichen Fragestellungen gemeinsam beantworten und ihre jeweiligen Perspektiven einbringen. Keine Frage blieb unbeantwortet.
Gemeinsam im Dialog
Beteiligt waren:
- Patrick Bade, Bürgermeister der Stadt Sulingen und Schirmherr des Fernwärmeprojekts
- Michael Hanke, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Sulingen mbH (STEG) und Betreiber des Fernwärmenetzes
- Wolfgang Belke und Hauke Meyer-Husmann, verantwortlich für die SulEnergy GmbH & Co. KG und damit für die geplante Wärmeerzeugung
- Georg Schätzl, Projektleitung, IngenieurNetzwerk Energie eG (iNeG)
Damit waren sowohl die kommunale Seite als auch Projektentwicklung, Wärmeerzeugung und fachliche Planung vertreten. Für die Bürgerinnen und Bürger bestand im Anschluss an die Veranstaltung die Möglichkeit, direkt mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen, individuelle Fragen zu stellen und Rückmeldungen zum Projekt zu geben.
Öffentlichkeitsarbeit als wichtiger Baustein für den weiteren Projektverlauf
Dass transparente Information nicht nur für Akzeptanz und Verständnis sorgt, sondern auch konkrete Rückmeldungen für die weitere Planung liefert, zeigt die Entwicklung der vergangenen Monate.
Über die Projektwebsite fernwaerme-sulingen.de konnten sich Interessierte zunächst unverbindlich für einen möglichen Anschluss registrieren. Inzwischen liegen mehr 130 Interessensbekundungen vor. Mehr als die Hälfte davon kommt aus dem ersten Bauabschnitt. Damit entsteht ein immer klareres Bild darüber, wo Interesse an einem Anschluss besteht – eine wichtige Grundlage für die weitere Trassen- und Ausbauplanung.
Auch die Hausbesichtigungen zeigen die hohe Beteiligung. Die iNeG-Projektingenieure Georg Schätzl und Herr Seebold haben bereits über 60 Gebäude vor Ort besichtigt und aufgenommen. Weitere Termine sind vorbereitet. Die dabei gewonnenen Informationen fließen unmittelbar in die technische und wirtschaftliche Konkretisierung des Projekts ein.
Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung werden damit zu einem wichtigen Bestandteil der Projektentwicklung: Aus Information entsteht Dialog, aus dem Dialog entstehen konkrete Rückmeldungen – und diese helfen wiederum bei der Planung des Wärmenetzes.
Von der Information zur Beteiligung
Das Beispiel Sulingen macht deutlich, welchen Stellenwert eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit bei Energie- und Infrastrukturprojekten hat. Sie beginnt nicht erst mit einer Informationsveranstaltung, sondern begleitet das Projekt von den ersten Überlegungen über die Planung bis zur Umsetzung.
Für die iNeG bedeutet Projektbegleitung deshalb auch, komplexe technische Inhalte verständlich aufzubereiten, Informationsangebote zu schaffen, Fragen und Unsicherheiten aus der Öffentlichkeit aufzunehmen und die Projektpartner bei der Kommunikation gegenüber Politik, Verwaltung und Bürgerschaft zu unterstützen.
Das Ziel: von Anfang an transparent informieren, fachlich fundierte Antworten geben und die Menschen vor Ort dort abholen, wo das Projekt sie unmittelbar betrifft.
Sie planen ein Energieprojekt und möchten auch die Kommunikation von Anfang an mitdenken? Wir unterstützen Sie gerne dabei – von der Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerkommunikation bis hin zu Inhalten, Informationsformaten und Marketing. Sprechen Sie uns gerne an.


