Ein „Gutschein“ für die Wärme der Zukunft
Gemeindeverwaltung Ladbergen gibt Studie für innovatives Wärmekonzept in Auftrag/ Mit „Wärmegutschein“ gefördertes Projekt für zukünftige Wärmeversorgung

Ladbergen, 30. August 2018. Wie sieht Ladbergens Wärmeversorgung in Zukunft aus? Was für Energieträger kommen in Betracht? Welche Potentiale gibt es für ein Wärmenetz? Das sind Fragen, die eine von Verwaltung und Stadtwerken Lengerich in Auftrag gegebene Studie beantworten soll. In den nächsten Wochen und Monaten wird das Ingenieurbüro InEG aus Bad Iburg ein innovatives Konzept für die Wärmeversorgung entwickeln. Im Fokus steht der Ladberger Dorfkern:

In der Mitte des Dorfes wurde ein sogenannter „HotSpot“ festgestellt. Das bedeutet, dass in einem bestimmten Gebiet der Wärmebedarf aller Gebäude zusammen besonders hoch ist –  eine gute Ausgangslage für eine gemeinsame Wärmeversorgung. Die Gebäude könnten durch zusammenhängende Wärmeleitungen miteinander verbunden werden, die Wärme zentral erzeugt werden, z.B. durch ein Blockheizkraftwerk. Einblick in die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten solch einer Wärmeversorgung soll die nun gestartete Studie beleuchten. Außerdem soll aufgezeigt werden, wie ein profitables Wärmegeschäftsmodell für Ladbergen aussehen kann.

Ermöglicht wird die Untersuchung durch eine Förderung in Höhe von rund 10.829 € durch das INTERREG-Projekt „Wärme in der EUREGIO – fokussieren und modernisieren“. Der sogenannte „Wärmegutschein“ wurde Ladbergens Bürgermeister Udo Decker-König heute von Christian Rapien der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH (WESt mbH) überreicht. Die WESt und die FH Münster setzen gemeinsam mit weiteren Partnern das durch INTERREG geförderte Projekt „Wärme in der EUREGIO – fokussieren und modernisieren “ um. Ziel des Projekts ist es, eine klimafreundliche und nachhaltige Wärmeversorgung in der EUREGIO zu ermöglichen.